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Wintersmog

      In den letzten Jahren berichteten Zeitungen, Radio und Fernsehen oft über die Bildung und Vernichtung des Ozons sowie über 
      die damit zusammenhängenden Wirkungen für Mensch und Natur. In diesem Zusammenhang wurde auch darüber informiert, 
      daß das bodennahe Ozon der wichtigste Bestandteil des Sommersmogs ist. Damit ist klar, daß es auch einen Wintersmog 
      geben muß. 
      Smog ist eine aus den englischen Worten "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) gebildete Wortkombination, trotzdem ist Smog 
      nicht mit den häufig im Winterhalbjahr auftretenden Nebeln zu verwechseln. 

      Überall, wo Kohle, Benzin Öl, Gas und/oder andere Stoffe verbrannt werden, entstehen gasförmige Schadstoffe, wie 
      - Schwefeldioxid, Stick- und Kohlenoxide  sowie 
      - Schwebestaub. 
      Unter normalen Wetterverhältnissen werden diese Schadstoffe durch die Luft "verdünnt" und damit in ihren schädlichen 
      Auswirkungen für Mensch und Natur verringert. An windstillen/-armen Tagen kann es aber vorkommen, daß eine bodennahe 
      kalte Luftschicht von einer warmen Luftschicht überdeckt wird (Inversionswetterlage). Dies hat zur Folge, daß die durch 
      Industrie, Verkehr und Haushalt verursachten Abgase weder horizontal noch vertikal abgeleitet werden könne. Es erfolgt damit 
      keine Verdünnung der Schadstoffe. 
      Solche Inversionswetterlagen werden bei stärkerer Sonneneinstrahlung in der Regel aufgelöst, deshalb treten sie länger 
      anhaltend vorwiegend im Winterhalbjahr auf. 

      Wenn während einer solchen Inversionslage der Schadstoffausstoß nicht reduziert wird, können Schad- 
      stoffkonzentrationen auftreten, durch die gesundheitliche Schädigungen hervorgerufen werden können. Dies betrifft vor allem 
      Personen mit chronischen Atemwegs- und Kreislauferkrankungen, aber auch ältere Menschen sowie Säuglinge und Kleinkinder. 
      Hier kann schon das kurzfristige Einatmen schad-stoffhaltiger Luft zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. 

      Dem gefährdeten Personenkreis ist unter anderem zu raten: 
      - Halten Sie sich nicht länger als nötig im Freien auf, und vermeiden Sie starke körperliche Anstrengungen , weil sich damit die 
      Menge der eingeatmeten Luftschadstoffe erhöht. 
      - Reduzieren Sie die Durchlüftung der Wohn- und Schlafräume auf wenige Minuten, da die Luft in den Räumen in der Regel 
     "besser" ist als im Freien. 
      - Meiden Sie Räume, in denen geraucht wird. 
      - Verschlechtern Sie nicht die Raumluft, durch das Anzünden eines Kaminfeuers. 
      - Befragen Sie ihren Arzt, damit er Sie über den richtigen Gebrauch ihrer Medikamente im Smogfall informiert.

    Dr. B. Knabe