| Solare Schwimmbaderwärmung
Einen weiteren Anwendungsfall
der Nutzung von Solarenergie stellt die Schwimmbadbeheizung mit Kunststoffabsorbern
dar. Das
Schwimmbecken dient hier
als Speicher für die Solarenergie. Das Beckenwasser wird, nachdem
es die Filteranlage durchlaufen hat,
direkt durch die Kunststoffabsorber
gepumpt, somit werden teure und wirkungsgradmindernde Wärmeübertrager
überflüssig.
Für die Regelung
solcher Anlagen kommen zwei Regelungsarten in Frage:
· Zum einen
die Temperaturdifferenzmessung, diese vergleicht die Temperatur im Absorberfeld
mit der des Schwimmbeckens und
reguliert die
Temperatur durch Ein- und Ausschalten der Umwälzpumpe.
· Die andere
Art der Regulierung ist die Einstrahlungs-Schwellenwert-Steuerung. Als
Einschaltsignal dient hier die Intensität der
Sonnenstrahlung,
die durch eine Solarzelle gemessen wird. Für das Abschalten ist die
Temperaturdifferenz zwischen Solarvor- und
rücklauf
maßgebend.
Absorbiert wird die Sonnenstrahlung
durch einfache schwarze nicht abgedeckte Kunststoffabsorber, die beständig
gegen den UV-Anteil der Sonnenstrahlung und gegen das gechlorte Wasser
sind.
Weil die Temperaturerhöhung
im Absorber und somit auch die Temperaturdifferenz zwischen Absorbertemperatur
und Außentemperatur gering ist, werden die Absorber nicht wärmegedämmt.
Die Kunststoffabsorber haben
den größten Anteil an den Systemkosten. Man unterscheidet zwischen
den
· Multischlauchabsorber
aus Polypropylen, die erdverlegt werden können, die aber den
Nachteil haben, dass sie sich gegenseitig
verschatten
.
· Multischlauchabsorber
mit Zwischensteg aus dem Kunstkautschuk EPDM bringen günstigere Werte
und können auch dachverlegt
werden.
· Multikanalabsorber
bestehend aus flexiblen EPDM-Matten, deren Sammelrohre bereits werkseitig
an die Matten aufvulkanisiert
sind.
Grundsätzlich sollte
die Absorberfläche nicht kleiner als 50 % der Beckenwasseroberfläche
betragen. Hierbei ist die "reine" Fläche der Absorberschläuche
gemeint und nicht die Installationsfläche.
Dr. B. Knabe
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