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Energiesparen lohnt sich

Durch energiesparendes Verhalten in Haushalt, Gewerbe, Handel und Dienstleistung können bis zu 30 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden. Dies ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) Karlsruhe, des Öko-Instituts in Darmstadt und der Technischen Universität München im Auftrag des Umweltbundesamts. 
Besonders in den Haushalten steckt ein hohes Energiespar-Potenzial. 61 Millionen Tonnen Kohlendioxid; ein Drittel der gesamten
CO2-Emissionen der deutschen Haushalte; könnten vermieden werden. Besonders bei der Raumwärme wäre Energiesparen möglich.
Wer Heizungen nicht mit Möbeln verstellt, bei vollaufgedrehter Heizung lüftet und auf eine angemessene Raumtemperatur achtet, leiste einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Klimaschutz, geht aus der Studie hervor. Ein durchschnittlicher Haushalt kann dabei zusätzlich etwa 600 DM Heizkosten im Jahr sparen. 
In den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistung ließen sich die Emissionen in Deutschland um 16 Prozent senken, was 
  23 Millionen Tonnen des Gesamtausstoßes in diesem Bereich entspricht. Bereits heute lässt sich der Stromverbrauch um circa
  14 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr reduzieren. Einfache Maßnahmen wie das Abschalten des Stand-by-Modus bei elektrischen Geräten, die manuelle Licht Zu- und Abschaltung oder die Anpassung der Betriebszeiten von Geräten an die tatsächliche Nutzung spielen hier eine wichtige Rolle. 
Bis zum Jahre 2005 will die Bundesregierung eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emission um 25 Prozent gegenüber 1990 erreichen.
Würden alle empfohlenen Verhaltensregeln eingehalten, könnte dieses Ziel realisiert werden. "Ein schöner Gedanke, aber leider weit
weg von der Realität", sagt Edelgard Gruber, Projektleiterin am Fraunhofer ISI. Unkenntnis, fehlende Motivation und Gewohnheiten stehen diesem Ziel im Wege. Für 2005 kann daher nur mit einer Reduktion von 8 Millionen Tonnen Kohlendioxid gerechnet werden, für 2020 mit 19 Millionen Tonnen. Entscheidend sei jedoch, dass die Zielgruppen spezifisch angesprochen und jeweils Anreize geschaffen werden.

"Mit dem erhobenen Zeigerfinger kommt man in der heutigen Zeit nicht weit", so  Frau Gruber. 

Dr. B. Knabe; Geraberg     Quelle:bild der wissenschaft, 2000