| Nachhaltiger
Tourismus
Für kaum einen anderen
Wirtschaftszweig spielt eine intakte Umwelt eine so überra-gende Rolle
wie für den Tourismus. Dennoch trägt der Tourismus selbst zur
Gefähr-dung und Zerstörung der natürlichen Grundlagen bei,
auf die er angewiesen ist.
Ohne Berücksichtigung
des grenzüberschreitenden Flugverkehrs wurden 1999 in Deutschland
rund 13,8 Mio. t Kohlendioxid bei privaten Übernachtungsreisen freige-setzt
bei einem Primärenergieverbrauch von rund 61 Mrd. Kilowattstunden.
Dieser Wert entspricht dem jährlichen CO2 -Ausstoß von ca. 430
000 Haushalten mit 3 Per-sonen.
Die vom touristischen Flächenverbrauch
ausgehenden Gefahren für die Natur spie-len vor allem in den Küstenregionen
sowie in den Alpen eine bedeutende Rolle. Durch den Bau komplexer Hotelanlagen
werden weitere Flächen dieser oftmals sensiblen Re-gionen versiegelt
und Naturräume zerschnitten. So werden in den alpinen Skigebieten
die empfindlichen Grasnarben unterhalb der Pisten stark angegriffen und
die Artenviel-falt der Magerwiesen durch Düngung erheblich reduziert
Zudem verstärkt das Abholzen der Hanglagen für zusätzliche
Pisten die Erosion.
Ein weiteres gravierendes
Problem für die Umwelt ist Trinkwasserversorgung und Abwaserentsorgung,
die in den touristischen Zentren bedeutend höher ist als in den Herkunftsländern
der Touristen. So betrug 1997 der durchschnittliche Wasserverbrauch in
deutschen Hotels pro Person und Tag 138 Liter, auf Mallorca dagegen 235
l.
Maßnahmen zur Durchsetzung
der Nachhaltikeit im Tourismus sind unter anderem:
Verstärkter Einsatz
der Landschaftsplanung und ökologisch ausgerichteter Unterkünfte,
Dr. B. Knabe, Geraberg
Quelle: Umwelt Bundes Amt; “Nachhaltige Entwicklung in Deutschland“
|