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Vernünftiger Umgang mit Rohstoffen und Energie

Die Schonung von Rohstoffen und Energie ist ein zentrales Anliegen der Nachhaltig-keitspolitik. In Deutschland werden jährlich pro Kopf der Bevölkerung ca. 50 t Material bewegt, darunter etwa 6 t Erdöl und Kohle für die industrielle Fertigung sowie für Heiz- und Transportzwecke. Dazu kommen rund 10 t Massenwerkstoffe für Bauzwecke und etwa 1 t Metalle.
Das Worldwatch Institute hat ausgerechnet, wie groß der Verbrauch an Rohstoffen und Energie einer bis zum Jahr 2050 auf 10 Mrd. angewachsenen Weltbevölkerung sein würde, falls unser heutiger Lebensstil beibehalten würde. Es gäbe dann weltweit 5 Mrd. Autos (heute 501 Mio.), die täglich 360 Mio. Fass Öl (heute 60 Mio.) für Treibstoff verbrauchten.
Bei Übernahme der US-amerikanischen Essgewohnheiten durch 10 Mrd. Erdenbürger würden für die Tiermast 9 Mrd. t Getreide benötigt. Gemessen am heutigen Ertrag die Ernte von 4 Planeten.
Es kommt also entscheidend  darauf an, welche Bedürfnisse nach Nahrung, Mobilität usw. wir künftig entwickeln. 
Das Beispiel Bauen und Wohnen:
- Schön wohnen will jeder, dies hat Konsequenzen. Baurohstoffe, wie Kies und Sand, 
  haben eine entscheidenden Anteil an den Stoffmengen, die bewegt werden. 
- Auch am Verbrauch des nachwachsenden Rohstoffs Holz ist der Bausektor in erheb-
  lichem Umfang beteiligt. 
- Durch die Ausweisung von Bauland werden zunehmend Flächen in Anspruch 
  genommen.
- Ein erheblicher Teil der in Deutschland verwendeten Energie fällt im Bausektor an
Das verursacht Probleme:
- Der Abbau von Baurohstoffen und eine weitere zunehmende Flächeninanspruch- 
  nahme stehen im Widerspruch zum Erhalt naturnaher Gebiete und dem Schutz 
  der biologischen Vielfalt.
- Die Reduzierung der verwendeten Energiemenge ist insbesondere aus Gründen des
  Klimaschutzes dringend erforderlich.
Um das mögliche Energieeinsparpotenzial im Bereich „Bauen und Wohnen“ zu nutzen, gibt es bereits eine Reihe von Instrumenten, wie z.B. die Energieeinsparverordnung und das Kohlendioxid-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau. 

Dr. B. Knabe, Geraberg     Quelle: Umwelt Bundes Amt; “Nachhaltige Entwicklung in Deutschland“