| Windenergie,
eine erneuerbare Energie
Es ist bekannt, dass der
heutige Energiemix nicht fortgeschrieben werden kann, denn in 15 bis 20
Jahren werden die Knappheiten zu erheblichen Preisanstiegen führen,
wäh-rend die durch Kohlendioxid ausgelösten Klimaveränderungen
eine Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe bereits viel früher
bedingen. Bei Mißachtung ist nach Aus-sage von Klimaexperten ein
mittler globaler Temperaturanstieg zwischen 1,4 und 5,8 °C zu erwarten,
um dies zu vermeiden, ist ein verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien
erforderlich.
Ein weiterer beachtlicher
Vorteil erneuerbarer Energie wie z.B. der Windenergie besteht darin, dass
sie nicht für teueres Geld importiert werden müssen. Außerdem
hat sich bis zu den großen Ölkonzern herumgesprochen, dass sie
die an der Schwelle der Wettbe-werbsfähigkeit stehen bzw. z.T. bereits
überschritten haben. So haben sich in Deutsch-land in den letzten
10 Jahren die Kosten der Windenergie halbiert. In der Zukunft sind Kostensenkungen
um 3 % pro Jahr denkbar.
Der ökonomische Aspekt
dieser erneuerbaren Energie wird dokumentiert durch:
- 30 000 Arbeitsplätze
- 3 Milliarden Euro
Umsatz pro Jahr
- Windindustrie ist der
zweitgrößte Stahlnachfrager in Deutschland noch vor der
Werftindustrie
Die Windenergie wird in
diesem Jahr hier zu Lande einen Anteil an der Stromversor-gung von 4 %
liefern, bis 2010 wird sie mit dem Ausbau der Offshore Windparks 10 %
betragen.
Weltweit entsteht ein gigantischer
Markt. Von den 10 größten Herstellern kommen drei aus Deutschland.
Es ist bekannt, dass der
Energieertrag vor der Küste wegen der größeren Flügeldurch-messer
bis um 40 % höher sein kann als an Land.
Mit einem Rotordurchmesser
von 125 Metern wird die größte Windenergieanlage aus Deutschland
stammen.
Leider kann man diese positiven
Aspekte nicht durch konkrete Daten aus dem Ilm-Kreis untersetzen, da hier
nichts vorhanden ist.
Dr. B. Knabe, Geraberg
Quelle: F. Vahrenholt „Der Wind-Weltmeister"
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