| Was wird unter
Ökologie verstanden?
Ökologie ist die Lehre
vom Naturhaushalt, und sie erforscht die Wechselbeziehungen zwischen den
Organismen untereinander sowie mit ihrer anorganischen Umwelt. Aus diesen
Wechselbeziehungen resultiert ein umfassendes System, indem alle Organismen
spezielle Teilfunktionen übernehmen. Durch einen ständigen Austausch
mit der Biosphäre schaffen und erhalten sie sich ihren Lebensraum
selbst, wobei Energieversorgung und Steuerimpuls durch das Sonnensystem
(Makrokosmos) vorgegeben sind.
Ökosysteme sind mehr
oder weniger eigenständige Teilsysteme innerhalb der Biosphäre.
Sie
· entstehen in jeder
spezifischen klimatischen und topografischen Situation unterschiedlicher
Größenordnung.
· sind gekennzeichnet
durch eine auf die Situation spezialisierte selbstregelnde Lebensgemeinschaft,
die einen weitgehend eigenständigen und stabilen Kreislauf aufbaut.
· beinhalten einen
Kreislauf, der tausendfach vernetzt sowie kurzgeschlossen ist. Dabei werden
seine organischen Teile als Biozönose (Lebensgemeinschaft) bezeichnet.
· bilden ein Nahrungsnetz,
welches über die
o Urproduktion der Produzenten
(grüne Pflanzen),
o Konsumenten erster Ordnung
(Pflanzenfresser) und
o Konsumenten zweiter Ordnung
(Fleischfresser) geht.
Die Reduzenten (zersetzende
Kleintiere, Mikroorganismen) schließen diesen Kreislauf, indem sie
alle abgestorbenen organischen Substanzen wieder in anorganische und somit
für Pflanzen verwertbare Materie überführen.
Werden die anorganischen
und organischen Bestandteile des Ökosystems zusamengefaßt, dann
bildet sich ein Biotop. Zu diesem "charakteristischen Lebensraum" gehören
· die geologischen
und topologischen Gegebenheiten,
· die geographische
Lage und
· das Großklima
mit dem entsprechenden Luft- und Wasserhaushalt.
Wird ein ökologisches
Gleichgewicht in einer menschlichen Wirtschaftsform geschaffen und aufrecht-erhalten,
so bezeichnet man dies als anthropogenes Ökosystem. Jedoch sind hierfür
bestimmte Metho-den der Acker- und Viehwirtschaft notwendig. Die meisten
der heutigen Wirtschaftsformen sind jedoch nicht ausgewogen. Es ist ein
erheblicher Energieeinsatz notwendig, um die Stabilität dieser Ökosysteme
zu sichern.
Große natürliche
Ökosysteme sind unter anderem die
· tropischen Regenwälder
· Ozeane,
· Steppen und Wüsten.
Weniger große natürliche
Ökosysteme sind z.B.
· Moore,
· Seen und
· Wälder.
Quelle: P. und M. Krusche;
Ökologisches Bauen Dr. B. Knabe
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