| Wie nützlich
ist der Klimagipfel?
Vor 10 Jahren trafen sich
35 000 Delegierte auf der UN-Konferenz in Rio und beschlos-sen eine Vielzahl
von Maßnahmen unter anderem die Agenda 21, um damit der Nach-haltigkeit
zum Durchbruch zu verhelfen. Der damalige deutsche Bundesumweltminister
Klaus Töpfer faßte das Ergebnis so zusammen:
„Die Probleme der Welt sind
in Rio im Bewußtsein der Menschen angekommen“.
Trotz dieser positiven Einschätzung
haben sich die Gefahren für die Erde nicht verrin-gert, sondern erhöht,
denn die Gletscher schmelzen weiter und die Wüsten wachsen. Außerdem
ist die Erderwärmung längst nachweisbar. Obwohl der Umweltgipfel
alle Mit-gliedsstaaten zur freiwilligen Reduktion ihres Treibhausgas-Ausstoßes
aufrief, passierte zunächst nichts. Im Gegenteil – die Emissionen
nahmen weiter zu.
Dies war ein Grund, dass
zur Folgekonferenz in Kyoto, Japan 1997 die verbindlichen Reduktionsziele
für jedes Land gesondert festgelegt wurden, so soll z.B. in den EU-Staaten
bis 2010 der CO2-Ausstoß um 8 % reduziert werden. Obwohl auch der
damali-ge USA-Präsident Bill Clinton eine Ratifizierung dieser Beschlüsse
zusicherte, wurde diese Zusage von seinem Nachfolger gebrochen. George
Bush bezeichnete das Papier von Kyoto als unsinnig, denn er fürchtet
unter anderem negative Folgen für die ameri-kanische Ölindustrie.
Unter Beachtung dieser genannten
und vieler nicht genannten Fakten findet vom 26. August bis 4. September
2002 der „Weltklimagipfel“ mit 65 000 Teilnehmern in Jo-hannesburg, Südafrika
statt, wobei auf der Tagesordnung die kompliziertesten Fragen für
die Zukunft der Menschheit stehen. Obwohl es eine riesige Konferenz, auch
mit viel politischer Prominenz, sein wird, bin ich hinsichtlich verwertbarer
Ergebnisse doch pes-simistisch. Dies bedrückt mich, da ich die Lösung
der für die Zukunft unserer Nach-kommen lebenswichtigen Fragen für
absolut notwendig erachte.
U. Knabe, Geraberg
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